Er erwartete nichts im Gegenzug: Ein italienischer Musiker widmete Frauen, die auf der Straße der Prostitution nachgehen, ein originelles Lied

Por Krishna Medina
7 August, 2026

2018 stieg der Singer-Songwriter Claudio Gnut in Italien zum Internationalen Frauentag mit einer Gitarre in der Hand in ein Auto und suchte nach Frauen, die auf der Straße der Prostitution nachgingen.

Die Idee entstand als Hommage an jene, die laut Fanpage.it am wenigsten in der Lage waren, dieses Datum zu feiern: viele Opfer von Menschenhandel und Ausbeutung, die ohne Rechte oder Freiheit lebten. Das Medium zitierte den Bericht der Vereinten Nationen Global Report on Trafficking in Persons, dem zufolge schätzungsweise 21 Millionen Menschen Opfer von Menschenhandel oder Sklaverei waren und 59 % der identifizierten Opfer sexuell ausgebeutete Frauen waren.

Der Sänger brachte nichts außer einem für sie geschriebenen Lied mit: „Pigliati nu poco ‘e bene“, eine Serenade auf Neapolitanisch, die er eigens mit ihrer Realität im Sinn komponierte.

„Ich schrieb das Lied und stellte mir vor, selbst in diesem Auto zu sitzen. Ich sagte mir … Wenn ich sie drei Minuten lang ablenken kann, hören sie vielleicht für einen Moment auf, an das Drama zu denken, das sie durchmachen“. Das waren die Worte des Sängers im Podcast Concertiny, zu dem er eingeladen war.

@_the_jackal Gnut ospite dell’ultimo episodio di @Concertiny ci ha spiegato la storia di un famoso esperimento sociale che andò virale qualche anno fa, oltre a farci ascoltare la sua bellissima Nu Poco ‘e ben ❤️ Guarda l’episodio completo, link in bio 🔗 #concertiny ♬ audio originale – The Jackal

Fanpage.it dokumentierte jede Begegnung, und obwohl die Sexarbeiterinnen bereit waren, ihre Arbeit zu beginnen, reagierten sie mit zunehmender Zeit alle gleich: zuerst Überraschung; dann die Erleichterung, festzustellen, dass für ein paar Minuten niemand etwas von ihnen wollte, sondern ihnen nur ein Lied schenken wollte.

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