Sie sagten ihm zweimal Nein.
Zuerst war es James Bond. Sam Neill schaffte es 1981 bis zu den letzten Vorsprechen für „For Your Eyes Only“. Er bekam die Rolle nicht. Sie wählten Roger Moore.
Dann war es Indiana Jones. Spielberg zog ihn in Betracht. Auch das wurde nichts. Sie wählten Harrison Ford.
Zwei Absagen, die Hollywood veränderten, ohne dass er es damals wusste.
Denn elf Jahre später rief ihn derselbe Spielberg, der sich gegen ihn entschieden hatte, für etwas Größeres als jeden Spion oder Archäologen an. Er bot ihm die Chance, mit dem ehrgeizigsten Filmbudget jener Ära vor einem Tyrannosaurus Rex zu stehen.
Sam Neill stand dort. Und er bewegte sich nicht.
Dr. Alan Grant blickte über den Horizont von Isla Nublar, und wir blickten mit ihm. Das kann man nicht lernen. Entweder man hat es oder nicht.
Er wurde in Nordirland geboren, wuchs in Neuseeland auf und lebte zwischen Weinbergen und Filmsets, als müsste er sich nicht zwischen beidem entscheiden.
2022 gab er bekannt, dass bei ihm ein T-Zell-Lymphom diagnostiziert worden war. Er verkündete es ohne Drama, fast mit derselben Ruhe, mit der Dr. Grant Spuren in trockener Erde untersuchte.
Die Absagen formten den Mann, den das Kino brauchte.
Ruhe in Frieden, Sam. ![]()
