Six vertraute niemandem.
Er lebte auf den Straßen von Baja California mit einer derart geschädigten Haut und so verfilztem Fell, dass man ihn kaum als Überlebenden bezeichnen konnte. Als das @expedition.ola-Team ihn fand und versuchte, sich ihm zu nähern, tat Six das Einzige, was er zu tun wusste: weglaufen. Die Jahre auf der Straße hatten ihn gelehrt, dass menschliche Hände nichts Gutes brachten.
Doch sie gaben nicht auf. Sie kamen am nächsten Tag wieder. Und am Tag darauf. Und am Tag danach. Jeden Tag brachten sie Futter, frisches Wasser und die Medikamente, die seine Haut dringend benötigte, ohne sich ihm näher zu nähern, als Six es erlaubte, ohne etwas zu überstürzen, das nur die Zeit aufbauen konnte: echtes Vertrauen.
Am sechsten Tag veränderte sich etwas. Six kam von sich aus näher und erlaubte sich, sich dem Rudel geretteter Hunde der Gruppe anzuschließen. Das Video, das ihn zeigt, wie er frei und furchtlos am Strand entlangläuft, ist der Beweis dafür, dass es beim Retten eines Lebens manchmal nicht darum geht, schnell zu handeln, sondern lange genug zu bleiben.
