Sonny Liston lernte hinter Gittern zu boxen.
Er wurde 1950 wegen einer Reihe von Raubüberfällen inhaftiert und kehrte Jahre später wegen des Angriffs auf einen Polizeibeamten und des Diebstahls dessen Waffe ins Gefängnis zurück. Es war ein Reverend in demselben Gefängnis, der ihm das Kämpfen beibrachte. Nach seiner Entlassung reihte er 26 Siege in Folge aneinander und schlug am 25. September 1962 in Chicago Floyd Patterson in etwas mehr als zwei Minuten durch K. o., um Weltmeister im Schwergewicht zu werden.

Dann folgten seine beiden Kämpfe gegen Cassius Clay, denselben Mann, der später Muhammad Ali werden sollte. In der Revanche 1965 wurde Liston in Lewiston, Maine, in der ersten Runde nach nur 1:45 durch einen Schlag k. o. geschlagen, den viele Zuschauer nicht einmal zu sehen bekamen. Er beendete seine Karriere mit 50 Siegen und wurde 1991 in die Hall of Fame aufgenommen.
Jahre später besuchte ihn seine Frau in Las Vegas, wo sie ihn geschwollen daliegend vorfand, nur mit Unterwäsche und einem T-Shirt bekleidet. Forensische Ermittler stellten fest, dass er mindestens eine Woche zuvor gestorben war. An seinem Arm waren frische Einstichstellen; im Haus befanden sich Heroin und eine Spritze. Die offizielle Todesursache waren Lungenstauung und Herzversagen, doch die Todesursache war nie völlig klar.

