Ein in Vietnam aufgenommenes Foto entfachte in den sozialen Medien einen Aufschrei.
Es sah aus wie eine gewöhnliche Einkaufstüte vom Markt. Darin befand sich ein Stück Schweinefleisch; die noch am Fleisch haftende Haut zeigte jedoch etwas, das dort nicht hätte sein dürfen: ein Tattoo mit Wellen und Schuppen im traditionellen japanischen Stil.

Es bestand kein Zweifel – das Motiv war vollständig ausgearbeitet … es war mit einer professionellen Tätowiermaschine gestochen worden.
Die Frage, die niemand sofort laut beantworten wollte, drängte sich auf: War dieses Schwein zu Lebzeiten tätowiert worden? Oder handelte es sich um menschliche Haut, die als Tierhaut getarnt war?
Die plausibelste Erklärung ist weniger makaber, als es scheint: In der Tattoo-Welt wird rohe Schweinehaut in Metzgereien gekauft, weil ihre Textur und ihre Schichten menschliche Haut nahezu perfekt nachahmen.

Lehrlinge nutzen sie, um Handführung und Nadeltiefe zu üben, bevor sie an echten Kunden arbeiten. Trotzdem wurde der genaue Ursprung dieses konkreten Stücks – wer es tätowiert hatte, an welcher Schule und ob es tatsächlich als Markteinkauf getarnt dort gelandet war – nie mit absoluter Sicherheit bestätigt.

