Die FIFA macht seit Jahrzehnten bei jedem Spiel dasselbe. Saudi-Arabien kam und änderte es mit einer einzigen Bedingung…
Bei der Hymnenzeremonie für das Spiel zwischen Saudi-Arabien und Uruguay am 16. Juni in Miami war etwas anders. Während bei anderen Spielen der WM 2026 die Flaggen direkt auf dem Rasen ausgebreitet werden, blieb die saudische während der gesamten Präsentation hochgehalten. Es war weder ein Fehler noch eine ästhetische Laune.

Die Flagge Saudi-Arabiens enthält die Schahada — das islamische Glaubensbekenntnis: „Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed ist sein Gesandter“. In der muslimischen Tradition gilt es als schweres Vergehen, diesen heiligen Text den Boden oder einen unreinen Ort berühren zu lassen.
Saudi-Arabien teilte dies der FIFA mit, und die Organisation, die Flaggen historisch direkt auf dem Spielfeld platziert hat, änderte ihr Protokoll, um diese Vorgabe zu respektieren.

Die Geste wurde von saudischen Nutzern in den sozialen Medien weithin gefeiert. Und es blieb nicht nur bei diesem Spiel: Die FIFA bestätigte, dass sie dieselbe Behandlung in allen verbleibenden Spielen Saudi-Arabiens im Turnier anwenden wird, einschließlich des Duells gegen Spanien.
Ein Protokoll, das jahrzehntelang unverändert geblieben war, wich einer religiösen Überzeugung — und das auf der meistbeachteten Bühne der Welt.

