Die FIFA überklebte Heinz-Logos bei der WM 2026 mit schwarzem Klebeband, und die Marke machte aus dieser „Zensur“ eine Kampagne

Por Rodrigo Martínez
25 June, 2026

Schwarzes Klebeband. Das war FIFAs Geheimwaffe für die WM 2026. Die Richtlinie namens „saubere Stadien“ verlangt, jede Marke zu verbergen, die nicht dafür bezahlt hat, offizieller Sponsor zu sein, also gingen die Turniermitarbeitenden Paket für Paket durch die VIP- und Pressebereiche und deckten den Namen Heinz ab: Ketchup, Mayonnaise, Barbecue-Sauce und Relish, alles mit einem kleinen schwarzen Streifen zensiert, als würden sie ein Staatsgeheimnis hüten.

Heinz ließ mit der Antwort nicht lange auf sich warten. Die Marke postete ihre eigenen abgedeckten Verpackungen vor Hintergründen von Fußballfeldern und schrieb, was bei der FIFA niemand lesen wollte: „Man kann den Namen verdecken, aber der Geschmack verrät uns“. Der Beitrag sammelte innerhalb weniger Stunden Tausende Interaktionen. Aber damit war die Geschichte noch nicht zu Ende: Levi’s, dessen Stadion in Santa Clara für das Turnier in „San Francisco Bay Area Stadium“ umbenannt wurde, tauchte in den Kommentaren mit einem schlichten „Wow, euch auch?“ auf. Heinz antwortete: „Das stehen wir gemeinsam durch“. Gillette, dessen 60.000 Sitze in Foxborough mit blauem Klebeband abgedeckt wurden, legte mit einer eigenen Kampagne nach und nutzte künstliche Intelligenz, um zu simulieren, dass es sich um Rasierschaum handelte, der sein Logo bedeckte.

Kurz gesagt: Die FIFA verbrauchte Klebeband, damit während der WM niemand diese Marken sehen würde, und bescherte ihnen am Ende die viralste Werbekampagne des Turniers.

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