In Aliança do Tocantins, Brasilien, richtete ein Fotograf seine Kamera auf den Himmel und hielt etwas fest, das wie bearbeitet aussah: einen fast vollständig gelb-weißen arara-canindé, ohne jede Spur des intensiven Blaus, das diese Art auszeichnet.

Die Erklärung ist weder Magie noch Photoshop, sondern Genetik. Es handelt sich um Leuzismus oder Lutino, einen Zustand, der die Pigmentierung der Federn verringert und dieses blasse und auffällige Erscheinungsbild hervorruft. Das Kuriose daran ist, dass es für uns wie ein Spektakel wirkt, für den Vogel jedoch einen echten Nachteil darstellt: Ohne seine natürliche Farbe wird es viel schwieriger, sich zwischen dem Laub zu tarnen, und das setzt ihn Raubtieren stärker aus.

Naturfreunde, die das Bild sahen, waren sich in einem Punkt einig: Dieses Phänomen bei einem so großen Vogel zu finden, ist äußerst ungewöhnlich. Auch du kannst dir vorstellen, wie er zwischen den Baumwipfeln fliegt und wie ein goldener Blitz im Grün hervorsticht.
