Als Alyssa McDonald gerade 2 Jahre alt war, erlitt sie einen Haushaltsunfall, der zu schweren Verbrennungen im Gesicht führte. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht und lag zwei Wochen im Koma. Ihre Familie erfuhr sogar, dass sie wahrscheinlich nicht überleben würde.

Doch Alyssa überlebte. Die Verbrennungen hinterließen sichtbare Narben, die sie ihr ganzes Leben begleiten würden, und zwangen sie, einen großen Teil ihrer Kindheit in Krankenhäusern zu verbringen und sich Behandlungen zu unterziehen.
Der schwierigste Moment kam, als sie begann, mit anderen Kindern in Kontakt zu kommen. In der Schule reagierten einige Mitschüler grausam, als sie sie sahen. „Wie ekelhaft, sieh dir ihr Gesicht an“, würden sie sagen. Sie nannten sie auch ein „Monster“, und einige liefen sogar weg, wenn sie ihr begegneten.

Jahrelang musste sie lernen, mit den Blicken und Kommentaren zu leben. Mit der Zeit begann sie jedoch zu verstehen, dass der Versuch, sich zu verstecken, nichts daran ändern würde, wer sie war. „Ich werde nie dazugehören. Ich werde mich nie unter Menschen verstecken können“, erinnert sie sich an ihre Gedanken, als sie 13 war.

Statt ihr Gesicht zu verstecken, beschloss sie, es zu einem Statement zu machen. „Starrst du mich an? Dann zeige ich dir eine Show“, sagt sie. Sie begann auch, sich selbst als „einen Picasso auf Beinen“ zu beschreiben – eine Art zu erklären, dass ihre Narben sie weder weniger wertvoll noch weniger schön machten.

Ihre Philosophie lief schließlich auf einen Satz hinaus: „Ich trage meine Makel wie Diamanten“. Für Alyssa wurden die Male, die einst Spott hervorriefen, letztlich zu einem Teil ihrer Identität, den sie nicht länger verbergen will.

„Es gab nur einen perfekten Menschen, und sie haben sie getötet“, sagt sie. Ihre Geschichte, veröffentlicht von Love What Matters, handelt nicht davon, ihre Narben auszulöschen, sondern davon, zu lernen, sie anders zu sehen: als etwas, das zu ihr gehört und für das sie sich nicht entschuldigen muss.
