Was mit Fieber, Halsschmerzen und allgemeinem Unwohlsein begann, entwickelte sich zu einem medizinischen Notfall, der sein Leben gefährdete. Innerhalb weniger Tage begann sich seine Haut abzulösen, und nachdem er das Stevens-Johnson-Syndrom entwickelt hatte, eine der schwersten Reaktionen, die manche Medikamente auslösen können, musste er dringend ins Krankenhaus eingeliefert werden. Das erleben Menschen, die an diesem Syndrom gelitten haben, in der Regel.

Das Stevens-Johnson-Syndrom ist eine seltene, aber potenziell tödliche Erkrankung, die meist durch eine extreme Reaktion des Körpers auf bestimmte Medikamente – wie Antibiotika, Antikonvulsiva oder Schmerzmittel – ausgelöst wird, aber auch mit einigen Infektionen zusammenhängen kann. In den frühen Stadien kann es mit einer Grippe verwechselt werden, da es Fieber, Halsschmerzen, Müdigkeit und allgemeines Unwohlsein verursacht.

Im Verlauf von Stunden oder Tagen treten jedoch schmerzhafte Blasen und eine fortschreitende Hautablösung auf, zusammen mit Läsionen an den Schleimhäuten von Mund, Augen, Nase und Genitalien. Da der Körper seine wichtigste Schutzbarriere verliert, sind die Patienten schweren Infektionen, Dehydrierung und anderen Komplikationen ausgesetzt, die ihr Leben gefährden können.

Die Behandlung erfordert eine sofortige Krankenhausaufnahme, häufig in spezialisierten Verbrennungsstationen oder auf Intensivstationen. Ärzte müssen das Medikament, das die Reaktion ausgelöst hat, so schnell wie möglich identifizieren und absetzen sowie Schmerzen kontrollieren, Infektionen verhindern und den Patienten ausreichend mit Flüssigkeit versorgen.

Obwohl es sich um eine sehr seltene Erkrankung handelt, betonen Fachleute, dass das rechtzeitige Erkennen der Symptome den entscheidenden Unterschied machen kann. Wenn eine Person kurz nach Beginn der Einnahme eines neuen Medikaments Fieber, Hautausschläge, Blasen oder Läsionen im Mund und an den Augen entwickelt, ist es unerlässlich, sofort ärztliche Hilfe zu suchen.
