Eine bemerkenswerte Operation in der irakischen Stadt Suleimaniye ging viral, nachdem Bilder eines Patienten geteilt wurden, dem auf seiner Stirn eine neue Nase „gezüchtet“ wurde.

Der Mann hatte nach einem Hochspannungsstromschlag bei der Arbeit einen Großteil seiner Nase verloren – eine Verletzung, die aufgrund von Schäden an Haut, Gewebe und Blutversorgung äußerst schwer zu rekonstruieren ist.

Der Eingriff wurde vom Chirurgen Diyar Abdulwahid Salih durchgeführt und umfasste eine Technik, die als prälaminierter paramedianer Stirnlappen bekannt ist.
Um die neue Nasenstruktur zu schaffen, entnahmen die Ärzte Knorpel aus einer der eigenen Rippen des Patienten und implantierten ihn vorübergehend in seine Stirn. Dort begann das Gewebe, sich zu vaskularisieren und mit dem Körper zu integrieren, wodurch die Grundlage für eine zukünftige Nase entstand.

Die Bilder zeigen eine auffällige Struktur auf der Stirn, weshalb viele Nutzer dachten, es handle sich um einen Fehler oder eine Deformierung. Tatsächlich ist genau das die entscheidende Phase der Rekonstruktion.
Laut dem medizinischen Team wird die neue Nase bei einer zweiten Operation von der Stirn an ihre normale Position im Gesicht versetzt.

Fachleute weisen darauf hin, dass diese Art von Operation als eine der komplexesten und seltensten Gesichtsrekonstruktionen gilt, da sie die Kombination von Knorpeltransplantaten, Mikrochirurgie und der sorgfältigen Erhaltung der Blutversorgung erfordert.
Der Fall hat großes Aufsehen erregt, weil er zeigt, wie weit die moderne rekonstruktive Chirurgie gehen kann, wenn ein Patient einen wesentlichen Teil seines Gesichts verloren hat.
