Auf den ersten Blick scheint das Bild die Zweige eines Farns oder sogar eine seltsame natürliche Formation zu zeigen, die unter einem Mikroskop zu sehen ist. Doch das, was auf dem Foto erscheint, hat einen viel überraschenderen Ursprung.

Es handelt sich um eine Probe von weiblichem Zervixschleim, die auf mikroskopischer Ebene beobachtet wurde. Wenn diese an Salzen und Elektrolyten reiche Flüssigkeit auf einem Objektträger trocknet, kann sie zarte kristalline Muster bilden, die wie Blätter oder Zweige aussehen. Das Phänomen ist in der Medizin als „Ferning“ oder Farnmuster bekannt.

Seit Jahrzehnten nutzen Ärzte diese Eigenschaft, um Ovulationsphasen zu erkennen und die hormonelle Aktivität zu beurteilen. Das Auftreten dieser Strukturen steht in der Regel mit erhöhten Östrogenspiegeln in Zusammenhang, ein Zustand, der kurz vor dem Eisprung auftritt.

Über seinen medizinischen Nutzen hinaus hat das Bild die Aufmerksamkeit von Tausenden von Menschen auf sich gezogen, weil es so unerwartet aussieht. Was wie ein kleines Werk natürlicher Kunst erscheint, ist in Wirklichkeit ein Beispiel dafür, wie der menschliche Körper komplexe geometrische Muster erzeugen kann, die mit bloßem Auge unsichtbar sind.

Und jetzt, da du weißt, was es ist … hättest du es erraten, als du das Foto zum ersten Mal gesehen hast?
