Franco Baresi (1960-2026)

Por Jorge Pino
31 July, 2026

Franco Baresi starb am 31. Juli 2026 im Alter von 66 Jahren.

Milan bestätigte es mit einem einzigen Satz, der alles sagt: „Milans Geschichte weint.“

Es gibt Spieler, die Geschichte schreiben, indem sie gewinnen. Baresi schrieb sie, indem er blieb.

Anfang der 80er Jahre stieg Milan in die Serie B ab. Nicht einmal: zweimal. Die Großen gingen, um eine andere Bühne zu suchen. Baresi blieb. Er half dem Verein beide Male beim Wiederaufstieg, mit schmutzigem Trikot und ohne etwas dafür zu verlangen.

Dann kamen die Titel: sechs Meisterschaften, drei Europapokale, fünfzehn Spielzeiten mit der Kapitänsbinde am Arm. Die Nummer 6 für immer zurückgezogen.

Doch das Bild, das niemand vergessen wird, ist ein anderes.

Es ist Juli 1994. WM-Finale. Italien gegen Brasilien. Baresi war gerade nach einer Knieoperation aus dem Operationssaal gekommen, und da war er: Er spielte alle 120 Minuten. Sein Körper sagte ihm, er solle aufhören. Er hörte nicht auf.

Das Spiel endete 0 zu 0. Dann kam das Elfmeterschießen.

Baresi trat zum ersten Schuss an. Der Ball ging über die Latte. Italien verlor.

Das Bild von ihm, wie er vor dem leeren Tor weinte, ging um die Welt.

Viele dachten, dieses Foto würde ihn definieren. Sie irrten sich. Was ihn definierte, kam vorher: dass er mit einem operierten Knie für sein Land auf diesen Platz gegangen war, ohne das Risiko abzuwägen.

Im Februar 2026, als seine Lungen bereits von der Krankheit zerstört waren, trug er gemeinsam mit Beppe Bergomi bei der Eröffnung der Olympischen Winterspiele Mailand-Cortina die Fackel. Es war sein letzter öffentlicher Auftritt.

Loyalität erscheint nicht in Trophäenlisten. Aber sie ist das Einzige, was bleibt, wenn alles andere verschwunden ist.

Danke, Franco.

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Franco Baresi (1960-2026)

Franco Baresi died on July 31, 2026, at the age of 66.

Milan confirmed it with a single sentence that says it all: “Milan’s history is in tears.”

There are players who make history by winning. Baresi made it by staying.

At the beginning of the 80s, Milan were relegated to Serie B. Not once: twice. The greats left in search of another stage. Baresi stayed. He helped the club get promoted both times, with his shirt dirty and without asking for anything in return.

Then came the titles: six league championships, three European Cups, fifteen seasons with the captain’s armband on his arm. The number 6 retired forever.

But the image no one will forget is another one.

It is July 1994. World Cup final. Italy against Brazil. Baresi had just come out of the operating room after knee surgery, and there he was: playing all 120 minutes. His body was telling him to stop. He did not stop.

The match ended 0 to 0. Then came the penalties.

Baresi took the first kick. The ball went over the crossbar. Italy lost.

The image of him crying in front of the empty goal went around the world.

Many thought that photo would define him. They were wrong. What defined him came before: that he had stepped onto that pitch with an operated knee, for his country, without calculating the risk.

In February 2026, with his lungs already ravaged by illness, he carried the torch at the opening of the Milan-Cortina Winter Olympic Games alongside Beppe Bergomi. It was his last public appearance.

Loyalty does not appear in trophy lists. But it is the only thing that remains when everything else is gone.

Thank you, Franco.

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