Neun Jahre. So lange brauchte sie, um Geldschein für Geldschein das Geld anzusparen, das sie zu Hause in einem Buch versteckt aufbewahrte.

Sie tat dies mit einem klaren Plan: ausstehende Rechnungen zu bezahlen und endlich mit der Renovierung zu beginnen, die ihr Zuhause so dringend nötig hatte. Nie hätte sie sich vorstellen können, dass Papier für einige Insekten ebenfalls Nahrung ist. Als sie die Geldscheine herausnehmen wollte, fand sie nur unkenntliche, von Löchern durchsetzte Fetzen und Mottenkot von Motten, die sich dort unbemerkt eingenistet hatten.
Der Fall, über den das brasilianische Programm Balanço Geral berichtete, wurde zu einer Warnung, die sich in den sozialen Medien verbreitete: Bargeld, das jahrelang ungeschützt aufbewahrt wird, kann verschwinden, ohne dass ein Dieb auch nur einen einzigen Geldschein berührt.
