Cecilia Valdés, 44, Geschäftsführerin des Verbands der Casinos und Glücksspiele in Chile, verbringt seit 12 Jahren ihre Zeit zwischen Fahrrädern, Laufschuhen und Triathlons. Sie verpasste den Santiago-Marathon, weil ihr Körper den Ironman in Puerto Varas noch nicht verdaut hatte, doch das war nicht der Auslöser der Diskussion.

Was die Meinungen spaltete, war etwas anderes: Sie sagte offen, dass sie sich entschieden habe, keine Kinder zu bekommen, um ihre Zeit der Arbeit und dem Leistungssport zu widmen. Eine Entscheidung, die sie vor ihrer Heirat traf und die sie nach eigenen Angaben nie infrage gestellt hat.

Für manche ist es ein Akt radikaler Ehrlichkeit in einer Gesellschaft, die Frauen fast zu einem verpflichtenden Schicksal in Richtung Mutterschaft drängt. Für andere offenbart es ein Erfolgsmodell, das die Kindererziehung ausklammert. Was denken Sie: Kann man ein erfülltes Leben ohne Kinder führen, wenn die eigene Leidenschaft woanders liegt?
