90% aller Erdbeben des Planeten ereignen sich im selben 40.000-Kilometer-Gürtel. Er wird Pazifischer Feuerring genannt, und in weniger als 24 Stunden verzeichnete er gleichzeitige Aktivität in Japan (6.9), Kalifornien (5.6), den Philippinen (4.9) und Neuguinea (5.1). 🌏

Doch was die größte Aufmerksamkeit auf sich zog, war das, was in Venezuela geschah: Zwei Erdbeben der Stärke 7.2 und 7.5 ereigneten sich im Abstand von weniger als einer Minute, etwas, das Seismologen als „seismisches Doppelerdbeben“ bezeichnen.
Der Schlüssel zu ihrer zerstörerischen Kraft war die Tiefe: Beide ereigneten sich weniger als 30 Kilometer unter der Oberfläche, was ihre Auswirkungen in Caracas und Teilen Kolumbiens verstärkte. Experten von FUNVISIS warnten, dass diese Kombination von Faktoren die Schäden exponentiell vervielfacht. 🔴
Liste der Länder mit dem größten Risiko, Mega-Erdbeben zu erleiden:
Chile: Es hält den Rekord für das stärkste in der modernen Geschichte aufgezeichnete Erdbeben (Stärke 9.5 im Jahr 1960). Seine Küste steht kontinuierlich unter Druck, weil die Nazca-Platte unter die Südamerikanische Platte absinkt, wodurch sich vor allem im Norden und im Zentrum des Landes hohe Spannungen aufbauen.
Japan: Liegt an einem Konvergenzpunkt von vier tektonischen Platten. Historisch von verheerenden Mega-Erdbeben betroffen, wie dem Tōhoku-Erdbeben (2011), und mit Gebieten von hohem latentem Risiko wie dem Nankai-Graben.
Indonesien: Liegt in einem Gebiet intensiver Plattenkonvergenz, die häufige Mega-Erdbeben verursacht (wie das Sumatra-Erdbeben im Jahr 2004, Stärke 9.1), die oft massive Tsunamis im Indischen Ozean auslösen.
Vereinigte Staaten (Alaska/Pazifischer Nordwesten): Alaskas Subduktionszone hat Erdbeben von mehr als 9.2 erzeugt, wie jenes im Jahr 1964. Außerdem hat die Cascadia-Verwerfung (zwischen Nordkalifornien, Oregon, Washington und einem Teil Kanadas) das Potenzial, ein Mega-Erdbeben ähnlich dem von 1700 zu erzeugen.
Russland (Halbinsel Kamtschatka): An der konvergenten Grenze der Pazifischen Platte mit der Eurasischen Platte (über den Kurilengraben) gelegen, hat diese Region in der Vergangenheit Mega-Erdbeben mit Stärken von über 9.0 erlitten.

Doch sind all diese Erschütterungen nun miteinander verbunden? Wissenschaftler des USGS sagen, dass es dafür keine direkten Beweise gibt. Kolumbien verzeichnet jedoch etwa 2,500 Erschütterungen pro Monat aufgrund des gleichzeitigen Drucks von drei tektonischen Platten, und die Länder des Feuerrings leben auf einer der aktivsten geologischen Strukturen, die es gibt.
Die Frage, die Geologen nicht ignorieren können: Wann ist der nächste an der Reihe? 🌋
