Es gibt Gesänge, die mehr sind als nur ein Gesang. Dieser, der während der gesamten Weltmeisterschaft widerhallte, ist eine Art, Geschichte zu tragen, ohne den Kopf zu senken.
Argentinien bezwang England im Halbfinale, und auf den Rängen erschien eine Fahne: „Die Malvinas sind argentinisch“. Es war keine Provokation zum Krieg. Es war Erinnerung. Das Gedenken an einige junge Männer, die auf einige gefrorene Inseln gingen und nie zurückkamen, fast alle kaum zwanzig Jahre alt, im selben Alter wie mehrere, die gestern Abend dem Ball hinterherliefen.
Die Spieler nahmen diese Fahne und zeigten sie der Welt.
Deshalb nennt der Gesang Malvinas und Diego in derselben Zeile. Denn 1986, als dieser kleine Mann England gegenüberstand, verstand ein ganzes Land, dass es Schmerzen gab, die die Politik nicht hatte heilen können, und dass ein Ball eine Zeit lang genügte, um sie zu lindern. An jenem Nachmittag wurde kein Krieg gewonnen. Etwas Menschlicheres wurde gewonnen: das Recht, wieder zu lächeln.
Vierzig Jahre später wiederholte eine andere Generation die Leistung. Und da ist Leo, bei seinem letzten Auftritt, und trägt dieses Vermächtnis, ohne ein Wort zu sagen.
Wir feiern keinen Konflikt. Wir feiern Erinnerung, Identität, die hartnäckige Gewohnheit eines Volkes, Schmerz in Feier zu verwandeln.
Lasst den Gesang erklingen. Für diejenigen, die hier sind, für diejenigen, die nie zurückkehrten, für Leos letztes Spiel.
