Frédéric de Lanouvelle stieg mit einer Idee aufs Fahrrad, die unmöglich klang: eine so große Blume zu zeichnen, dass man sie nur auf einer Karte sehen konnte.

37 Tage lang trat er ohne wirkliche Pause in die Pedale, legte täglich zwischen 150 und 180 Kilometer zurück, durchquerte 40 Départements Frankreichs und sammelte fast 60.000 Höhenmeter. Jede Umdrehung seines Rads wurde per GPS aufgezeichnet und zeichnete nach und nach die Blütenblätter einer Blume nach, die erst am Ende der Reise Gestalt annehmen sollte. Er nannte sie „Die Blume der Hoffnung“ – ein Name, den er nicht zufällig gewählt hatte: Seine Mutter war 2024 gestorben, nachdem sie fast zwanzig Jahre mit Alzheimer gelebt hatte.

Er trat nicht in die Pedale, um dem Schmerz zu entkommen, sondern um ihn in etwas Nützliches zu verwandeln. Jeder Kilometer brachte Spenden für die Fondation Recherche Alzheimer ein, und als er zum letzten Mal von seinem Fahrrad stieg, bestätigte Guinness World Records seine Leistung als die größte jemals angefertigte Fahrrad-GPS-Zeichnung. Eine Blume, die man vom Asphalt aus unmöglich sehen kann, die aber vom Himmel aus für immer sichtbar ist.

