Gary Siders Sr. ist 73 Jahre alt und hat eine Diagnose, die den Verlauf seines Falls verändert hat.

Am 30. Juni 2026 fanden Polizisten im Vinton County im US-Bundesstaat Ohio 16 seiner Enkelkinder im Alter von 1 bis 18 Jahren vor, die zusammengepfercht in einem kaum 12 mal 12 Fuß großen Zimmer im Familienhaus in der Gegend von Hamden lebten. Die Zustände waren so erbärmlich, dass der Fall als „Horrorhaus“ bekannt wurde. Neben Siders Sr. wurden auch seine Frau Christina, sein Sohn Gary Jr. und seine Schwiegertochter Elizabeth, die Eltern der Minderjährigen, festgenommen.

Am Mittwoch, dem 9. September, akzeptierte ein Richter ein forensisch-psychiatrisches Gutachten und befand, dass Siders Sr. nicht verhandlungsfähig ist. Staatsanwalt William Archer focht das Ergebnis nicht einmal an. Sein Anwalt Dorian Baum war unmissverständlich: Der Zustand seines Mandanten ist irreversibel, daher wird das Verfahren gegen ihn wahrscheinlich bald eingestellt. Seine Frau, sein Sohn und seine Schwiegertochter bleiben unterdessen hinter Gittern und müssen sich wegen bis zu 16 Fällen von Kindesmissbrauch verantworten, während sich alle 16 Kinder weiterhin in staatlicher Obhut befinden.

