Hayden Panettiere war kaum zehn Jahre alt, als Gewalt erstmals in ihr Zuhause eindrang. Jahre später erzählte sie selbst davon in ihren eigenen Memoiren: ein Vorfall zwischen ihren Eltern, der sie seit ihrer Kindheit prägte.
Es war nicht das einzige Mal. 2020 wurde ihr Partner am Valentinstag in Wyoming festgenommen, weil ihm vorgeworfen wurde, sie geschlagen zu haben. Polizeiberichte beschrieben sichtbare Verletzungen an ihrem Gesicht und ihrer Hand. Es war nicht die erste Anzeige gegen ihn.

Panettiere hätte schweigen können. Sie hatte den Ruhm, die Karriere, die Möglichkeit, alles hinter sich zu lassen, ohne dass jemand davon erfuhr. Sie entschied sich für das Gegenteil.
Sie sprach darüber. Sie benannte, was sie erlebt hatte, ohne Filter oder Scham, und gab damit anderen Frauen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.

Heute überschneidet sich ihre Geschichte mit der von Organisationen wie House of Ruth Maryland, die seit 1977 Frauen und Kindern, die aus einem gewalttätigen Zuhause fliehen, Unterkunft, Rechtsberatung und Unterstützung bietet. Auf solche Orte verweist sie, wenn sie sagt, dass niemand dies im Schweigen durchmachen sollte.
Sie kannte Schmerz aus nächster Nähe. Und sie entschied, dass ihre Stimme als Zuflucht mehr wert war als als Geheimnis.

