„Habt doch etwas Empathie, um Himmels willen!“: Pyjama-Marke wollte die Tragödie in Kolumbien nutzen, um ihre Produkte zu verkaufen, und wurde online scharf kritisiert

Por Pablo Román
10 August, 2026

Eine kolumbianische Marke wird in den sozialen Medien kritisiert, nachdem ein Screenshot eines Beitrags die Runde machte, in dem sie angeblich das Erdbeben, das das Land erschütterte, als Teil einer Werbung nutzte.

Bei der betreffenden Marke handelt es sich um Dolce D’Amore, die Pyjamas und Nachtwäsche verkauft.

Was, wenn es ein Erdbeben gibt und du im Pyjama raus musst? Welche warst du? Die mit dem hässlichen Pyjama.

Das kursierende Bild zeigt zwei Frauen: Eine steht laut Werbung für eine „hässliche“ Art, sich zu kleiden, während die andere die Produkte der Marke trägt und als die „hübsche“ Alternative präsentiert wird.

Die den Beitrag begleitende Botschaft bezog sich auf „die Bedeutung, hübsch zu schlafen“, was bei Nutzern Empörung auslöste, die es für völlig unangemessen hielten, eine Tragödie dieses Ausmaßes zur Bewerbung von Produkten zu nutzen.

„Wie können sie eine so heikle Situation in Marketing verwandeln?“, fragte eine Person.

Ein weiterer Kommentar fasste die Gefühle vieler Nutzer zusammen: „Was stimmt nicht mit euch? Habt doch etwas Empathie, um Himmels willen!“.

Der ursprüngliche TikTok-Beitrag wurde bereits entfernt, doch der Screenshot kursiert weiterhin, und Nutzer teilen ihn in den Kommentaren zu anderen Beiträgen über die Tragödie.

Die Kontroverse eröffnet erneut eine Diskussion, die jedes Mal aufkommt, wenn sich eine Katastrophe ereignet: Wie weit dürfen Marken gehen, um von einem viralen Thema zu profitieren?

Für viele gibt es Momente, in denen es schlicht nicht angebracht ist, etwas verkaufen zu wollen.

Und ein Erdbeben, das eine große Zahl von Opfern und betroffenen Familien hinterlassen hat, scheint für sie eine dieser Grenzen zu sein.

Puede interesarte