Es gab kein Poster, keine Kampagne, keinen Plan.
Als „Niu Lai“, ein chinesischer Animationsfilm über ein Kalb, an den Kinokassen durchstartete, stellten Dutzende Kinos fest, dass sie nicht ein einziges offizielles Poster hatten, das sie in der Lobby aufhängen konnten.




Der Film wurde mit einem so winzigen Budget produziert, dass es kaum überhaupt ein im traditionellen chinesischen Stil gemaltes Werbebild gab. Also griffen die Kinomitarbeiter selbst zu Pinsel und Plakatkarton und begannen, ihre eigenen Versionen zu zeichnen 🎨🐄


Das Ergebnis war ebenso unbeholfen wie liebenswert und erwies sich letztlich als die bestmögliche Werbung: Die Leute teilten Fotos dieser selbstgemachten Poster, während der Film mehr als 4 Millionen Dollar einspielte und sich knapp hinter „Spider-Man: Brand New Day“, einer Fortsetzung mit einem Budget von 225 Millionen, einreihte.

Ein Produzent aus Shanghai brachte es gut auf den Punkt: Ein solches Phänomen lässt sich nicht absichtlich herbeiführen. Alles wegen einer handgezeichneten Kuh.
