Wann immer sich eine Tragödie ereignet, werden soziale Medien zu einem grundlegenden Werkzeug, um zu informieren, um Hilfe zu bitten und Spenden zu organisieren. Doch auch eine Kritik wird immer lauter wiederholt: In welchem Maß helfen einige Influencer wirklich, und wann nutzen sie die Situation einfach aus, um Views zu bekommen?

Nach dem Erdbeben, das Kolumbien erschütterte, begannen Beiträge von Content-Creatorn zu kursieren, die den Notfall zeigten, Kampagnen teilten und sogar verschiedene Initiativen bewarben. Und obwohl viele dieser Aktionen dazu beitragen können, den Aufruf zur Hilfe zu verbreiten, kamen auch Fragen zu jenen auf, die offenbar mehr um Likes, Views oder Werbung besorgt sind als um die Betroffenen.

Inmitten dieser Diskussion rief die kolumbianische Influencerin und Moderatorin Mabel Cartagena ihre Kolleginnen und Kollegen dazu auf, dafür zu sorgen, dass die Hilfe nicht nur in den sozialen Medien bleibt.

„Es ist schön und wunderbar, dass wir Hilfs- und Spendeninhalte und alles posten, aber bittet sie auch zu spenden“, sagte sie und richtete sich besonders an diejenigen mit großer Reichweite und den Mitteln, etwas beizutragen.

Ihre Botschaft war noch direkter:
„Ihr müsst in die Tasche greifen“.


Die Debatte warf erneut eine unbequeme Frage für das Zeitalter der sozialen Medien auf: Wenn sich eine Tragödie ereignet, hilft es dann, eine riesige Reichweite zu nutzen, um Views zu bekommen und Content zu machen, nutzt man die Situation aus, oder können beide Dinge gleichzeitig existieren?
