„Ich bin jung, antikommunistisch, antiprogressiv und antifeministisch. Eine FREIE Frau“

Por Alexander López
9 September, 2026

Charo Vargas bittet nicht um Erlaubnis, anders zu denken.

Sie ist eine auf Familienrecht spezialisierte Anwältin und arbeitet in der Ermittlungsabteilung des Nationalkomitees für Guerillaopfer. Von dort aus entwickelte sie ihre öffentliche Stimme: die einer jungen Frau, die sich offen als antikommunistisch, antiprogressiv und antifeministisch bezeichnet und jede Aussage mit derselben Wendung beendet, wie mit einem persönlichen Markenzeichen: „eine freie Frau“.

In einem Umfeld, in dem man davon ausgeht, dass jung zu sein gleichbedeutend mit links zu sein ist, wählte sie den entgegengesetzten Weg und sagt das laut, ohne um Vergebung zu bitten oder ihre Haltung abzumildern. Diese Kombination aus Jugend, Beruf, religiöser Überzeugung und rechtsgerichteter Politik machte sie geradezu zu einem Magneten für Reaktionen.

Manche feiern sie als Beispiel für kritisches Denken.

Andere werfen ihr vor, eine Rhetorik zu wiederholen, die über Jahrzehnte erkämpfte Rechte bedroht.

Was niemand bestreitet, ist, dass ihre Erklärung niemanden gleichgültig ließ.

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