Araceli Mendonça sah in Paraguay eine Katze in ihrem Garten stehen. Sie trug ein Halsband. Für jeden wäre das das erste Anzeichen dafür, dass das Tier bereits jemandem gehörte und anderswo ein Zuhause hatte.

Das kümmerte sie nicht. Sie setzte die Katze in eine Transportbox, brachte sie zu einer Tierärztin oder einem Tierarzt und bat darum, sie sterilisieren zu lassen. Sie erzählte die ganze Geschichte selbst auf TikTok, als wäre es eine lustige Anekdote, ohne sich vorzustellen, dass das Video am Ende etwas ganz anderes offenlegen würde: eine Entscheidung über den Körper eines Tieres, das nicht ihr gehörte, ohne jemanden zu fragen.
Die Person aus der Nachbarschaft, der die Katze tatsächlich gehörte, wurde zu keinem Zeitpunkt gefragt. Und genau das empörte Tausende von Nutzerinnen und Nutzern: Seit wann darf jemand Entscheidungen für ein Tier — und seine Familie — treffen, nur weil es in ihrem Garten aufgetaucht ist?
