María Consuelo Córdoba kam 2000 auf der Suche nach Arbeit nach Bogotá. Sie hätte nie gedacht, dass diese Entscheidung in einer Tragödie enden würde: Ihr ehemaliger Partner überschüttete ihr Gesicht am 24. Juni 2001 mit Schwefelsäure.
Seitdem liegen 26 Jahre und 87 Operationen hinter ihr. Sie benötigt zwei Plastikschläuche zum Atmen und trägt eine selbstgemachte Maske, um sich vor der Sonne und den Blicken anderer Menschen zu schützen. Sie leidet an zerebraler Toxoplasmose und lebt inzwischen von Almosen. Dabei fährt sie in Bogotá mit dem TransMilenio umher, um etwas Geld zusammenzukratzen.
2017 hatte sie für die Sterbehilfe alles vorbereitet, doch ein Treffen mit Papst Franziskus brachte sie dazu, ihre Meinung zu ändern: Er bat sie durchzuhalten und sagte, dass Hilfe kommen werde. Neun Jahre später sagt María Consuelo, dass diese Hilfe nie gekommen sei, und sie hat erneut öffentlich Zugang zu dem Verfahren gefordert.
Nachdem ihr Fall Aufmerksamkeit erregt hatte, stellte EPS Capital Salud klar, dass María Consuelo seit vier Jahren eine Genehmigung für Sterbehilfe hat. Die Einrichtung erklärte, dass das Verfahren nicht von noch ausstehenden Formalitäten abhängt, sondern von ihrer freien und autonomen Entscheidung. Der Versicherer erklärte außerdem, dass er sie kontaktiert habe, um sie bei ihrer endgültigen Entscheidung mit Respekt, Menschlichkeit und Würde zu begleiten.
