Eine 54-jährige Frau verbrachte fünf Tage verirrt in einem Wald in Quellón auf Chiloé, nachdem sie mit ihrem Mann und ihrem Hund in ein Gebiet von San Juan de Chadmo gegangen war, um Tiere zu suchen. Dem Mann gelang es, allein zurückzukehren, und er meldete ihr Verschwinden, während verschiedene Teams mit der Suche nach ihr begannen.
Während dieser Tage ertrug sie Kälte, heftigen Regen, Hunger und Durst. Sie lief mehrere Kilometer und schaffte es, am Leben zu bleiben, indem sie Wurzeln und wilde Beeren aß. Aber selbst in den schwierigsten Momenten war sie nie ganz allein: Ihr Hund Cheme blieb die ganze Zeit an ihrer Seite.
Doris Chiguay schaffte es schließlich, den Wald aus eigener Kraft zu verlassen, und erreichte die Gegend nahe der Schule Quilen, noch immer begleitet von ihrem treuen Beschützer. Eine Nachbarin hörte ihre Rufe, erkannte den kleinen Hund und lief los, um Hilfe zu holen. Zusammen mit einer Lehrerin bereitete sie warme Milch für sie zu, weil die Frau immer wieder sagte, dass sie sehr hungrig und durstig sei.
Auch Cheme war etwas dehydriert, aber in gutem Zustand. Er wurde tierärztlich versorgt, und unter den Nachbarn gilt er bereits als Held. Während dieser fünf Tage konnte er sie nicht aus dem Wald herausführen, aber er tat etwas ebenso Wichtiges: Er ließ sie das alles nie allein durchstehen.
Sieh dir das Video ihres Wiedersehens an:
