In ländlichen Gebieten von Maharashtra, Indien, unterziehen sich Berichten zufolge Tausende von Frauen, die im Zuckerrohranbau arbeiten, Hysterektomien, also Operationen zur Entfernung der Gebärmutter, noch vor dem Alter von 30, um zu vermeiden, während ihrer Menstruation Geld zu verlieren.

Das Problem tritt innerhalb des „jodi“-Systems auf, in dem Familien gemeinsam in langen landwirtschaftlichen Schichten arbeiten. Berichten zufolge können sie mit einer Geldstrafe belegt werden oder einen großen Teil ihres täglichen Einkommens verlieren, wenn eine Frau wegen Menstruationsschmerzen oder Problemen im Zusammenhang mit ihrem Zyklus bei der Arbeit fehlt.

Deshalb sehen sich viele gezwungen, zu dauerhaften Operationen zu greifen, um Blutungen oder Arbeitsausfälle zu vermeiden, die den Lebensunterhalt ihrer Familien beeinträchtigen.

Der Fall hat international Empörung ausgelöst und die Debatte über die extremen Arbeitsbedingungen, denen viele Frauen noch immer ausgesetzt sind, neu entfacht.

