In Plastiktüten gesteckt und über einen Fluss gezogen: Die verzweifelte Methode vietnamesischer Eltern, um ihre Kinder zur Schule zu bringen 💔

Por Valeria Urra
3 September, 2026

Im abgelegenen Dorf Huoi Hai im Nordwesten Vietnams überqueren täglich etwa 50 Kinder den Fluss Nam Ma, um zur Schule zu gelangen.

Normalerweise tun sie das auf einem Bambusfloß, das ihre Eltern von Hand schieben. Doch während der Regenzeit wird die Strömung so heftig, dass das Floß nicht mehr sicher ist: Kürzlich wurde ein Erwachsener verletzt, als eines davon kenterte.

Angesichts dessen fanden die Eltern eine noch extremere Alternative: Sie stecken ihre Kinder in große Plastiktüten, verschließen die Öffnung und schwimmen mit ihnen zum gegenüberliegenden Ufer, wobei sie die Tüte mit den eigenen Händen festhalten, während das Kind vollständig darin eingeschlossen bleibt. Vang A Po, Leiter der Kommune Na Sang, räumte ein, dass er die Bewohner vor dem Risiko gewarnt habe, sagte aber, die Strömung könne sogar die Flöße mitreißen, sodass sie keine andere Möglichkeit hätten. Nhuyen Minh Phu, Leiter des Distrikts Muong Cha, stellte klar, dass diese Methode nur als letzter Ausweg angewendet werden sollte.

Und die Überquerung des Flusses ist noch nicht das Ende des Weges: Sobald sie am gegenüberliegenden Ufer angekommen sind, gehen die Kinder noch fünf Stunden lang über rutschiges Gelände, bevor sie die Schule erreichen, wo sie die ganze Woche bleiben und nur am Wochenende nach Hause zurückkehren.

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