“Ich habe es versucht, ich habe es versucht. Jetzt ist es vorbei. Ich habe hier angefangen, und ich beende es hier.”
So sprach unter Tränen der Mann, den Brasilien bat, Pelé zu sein.
Sein Debüt in der Nationalmannschaft gab er am 10. August 2010 im MetLife in New Jersey.
Sechzehn Jahre später kehrte er an denselben Ort zurück, um sich zu verabschieden.
Der Fußball hat diese poetische Grausamkeit: Er gibt dir und nimmt dir am selben Ort etwas weg.

Er geht als Rekordtorschütze der Canarinha, mit 80 Toren in 130 Spielen.
Eine Zahl, die in jedem anderen Land für eine Statue reichen würde. In Brasilien reichte sie nie.
Er sagte es selbst: “Meine Zeit in der brasilianischen Nationalmannschaft ist vorbei. Ich habe dort Geschichte geschrieben. Ich bin sehr glücklich. Ich habe dort vieles erlebt. Ich gab mein Blut, mein Leben. Ich habe immer für die Canarinha gekämpft und alles gegeben. Aber ich glaube, ich will nicht mehr.”
Er gewann 2011 die Südamerikameisterschaft der U20, 2013 den Konföderationen-Pokal und die olympische Goldmedaille in Rio 2016, als Brasilien Deutschland im Elfmeterschießen besiegte.
In jener Nacht weinte er vor Glück. Brasilien auch.
Sein bestes Ergebnis bei einer Weltmeisterschaft war das Halbfinale von Brasilien 2014, in dem Deutschland die Gastgeber ohne ihn, der verletzt war, mit 7:1 demütigte.
Auch diese Wunde war nicht seine Schuld. Aber Brasilien brauchte jemanden, dem es die Schuld geben konnte.
Zu seiner letzten Weltmeisterschaft kam er verletzt und konnte nicht die Minuten spielen, die er wollte.
Trotzdem traf er in der 99. Minute gegen Norwegen vom Elfmeterpunkt.
Sein letztes Tor im grün-gelben Trikot: spät, einsam, unzureichend. Wie so oft zuvor.

Brasilien verlangte von ihm den Weltmeistertitel. Er gab ihm alles andere.
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