Jáminton Campaz erhielt Morddrohungen, weil er gegen die Schweiz ein entscheidendes Tor verfehlte. Er tauchte unter, ohne nach Kolumbien zurückzureisen

Por Maried Díaz
12 July, 2026

Jáminton Campaz, ein 26-jähriger kolumbianischer Stürmer, schoss den Ball in der Verlängerung des Spiels gegen die Schweiz über die Latte. Kolumbien schied nach einer 3:4-Niederlage im Elfmeterschießen aus der Weltmeisterschaft aus, und was folgte, war nicht nur fußballerische Trauer, sondern Morddrohungen.

Getty

Der Spieler bestieg nie den Flug, der gemeinsam mit James Rodríguez, Davinson Sánchez und Juan Fernando Quintero nach Bogotá auf ihn wartete. Er verschwand von der Bildfläche. Niemand kann bestätigen, ob er noch in den Vereinigten Staaten ist oder nach Argentinien gereist ist, wo er für Rosario Central spielt.

Getty

Aus der Stille heraus veröffentlichte er auf Instagram eine Nachricht, in der er um Respekt bat: „Keine Leidenschaft rechtfertigt Hass oder ein Leben in Angst“, schrieb er. Die Situation trifft besonders hart, weil sie nicht neu ist. 1994 wurde der Verteidiger Andrés Escobar in Medellín Tage nach einem Eigentor bei einer anderen Weltmeisterschaft ermordet. Dreißig Jahre später fragt sich Kolumbien erneut, wie weit die Wut über einen Ball, der nicht ins Tor ging, gehen kann.

Getty

Puede interesarte