Jenny Palmer war 42, als Brustkrebs ihr Leben für immer veränderte.

In Cardiff, Wales, musste sie sich einer Mastektomie, einer Chemotherapie und einer Strahlentherapie unterziehen. Die Narben waren so tief, dass sie es nicht einmal ertragen konnte, sich selbst im Spiegel anzusehen. Doch eines Tages beschloss sie, dass sie sich nicht länger verstecken würde: Sie ließ sich einen Phönix, der sich aus seiner Asche erhebt, auf die Brust tätowieren und setzte sich eine andere Aufgabe – andere Frauen dazu zu ermutigen, sich rechtzeitig untersuchen zu lassen.

Gestern lief sie den 10-km-Lauf von Cardiff oben ohne, mit auf den Rücken gemalten Flügeln, die ihre ganze Geschichte erzählen. Sie zog an der Startlinie vor Tausenden Läuferinnen und Läufern ihr Shirt aus und erntete nichts als Applaus. Entlang der Strecke kamen Fremde auf sie zu, um ihr von ihren eigenen Kämpfen mit der Krankheit zu erzählen. „Wenn dies nur einer Person hilft, sich untersuchen zu lassen, ist das alles, was ich möchte“, sagte Jenny – sieben Jahre, nachdem sie nicht wusste, ob sie eine Zukunft haben würde.

