Juan Bacagianis stand am Rande des Todes: Er überlebte acht Operationen und traf eine Entscheidung, die sein Leben für immer veränderte.

Por Fernanda Saide
23 July, 2026

Mit 24 hatte Juan Bacagianis sein Leben „im Griff“: einen Abschluss in Kommunikationswissenschaften, eine Festanstellung bei einem multinationalen Unternehmen, ein Auto, eine eigene Wohnung und eine Beförderung in Aussicht. Bis sich ein plötzlich auftretender Schmerz in eine Darmperforation verwandelte, die ihn beinahe das Leben kostete. Nach acht Operationen, einem Koma und Monaten mit einem Kolostomiebeutel erfuhr er ausgerechnet an dem Tag, an dem sein Darm endlich wieder verbunden wurde, dass sein Vater unheilbaren Krebs hatte.

La Nación

Zwei Monate später, als sein Vater starb, traf Juan eine radikale Entscheidung: Er kündigte seinen Job, verkaufte, was er hatte, kaufte eine Kamera und stieg in ein Flugzeug nach Mexiko. Dort begann alles.

Was folgte, war eine jahrelange Reise auf der Jagd nach den größten und gefährlichsten Wellen des Planeten: Puerto Escondido, Hawaii – wo er monatelang in einem $700-Van lebte und an Strandduschen duschte –, Tahiti und die legendäre Pipeline. Ohne es darauf anzulegen, verbreiteten sich seine Fotos und Videos von selbst: Surf-Websites, internationale Nachrichtensendungen, Magazine wie das, das er als Kind abonniert hatte. Marken wie Quiksilver, Patagonia und Billabong engagierten ihn; er arbeitete als Korrespondent für ESPN.

Die Reise hatte einen hohen Preis: Unfälle, Aufpralle auf den Meeresboden, unzählige Schreckmomente. Doch für Juan war die Antwort immer dieselbe: Das Meer ist der einzige Ort, an den er wirklich gehört, und es gibt kein Risiko, das ihn dazu bringen würde, es zu bereuen.

Eine Geschichte darüber, das loszulassen, was „sicher“ ist, um dem nachzugehen, was einen wirklich bewegt. 🌊📷

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