Dolly Parton versuchte es jahrelang.

Sie heiratete 1966 Carl Dean, und die beiden verbrachten fast sechs Jahrzehnte miteinander, doch zu einer Schwangerschaft kam es nie. Sie selbst sagte es ganz offen: „Ich war nie schwanger. Als ich heiratete und Kinder haben wollte, konnte ich keine bekommen“. Es gab eine Zeit, in der diese Leere wirklich schmerzte.

Aber Dolly blieb nicht in der Trauer gefangen. Im Laufe der Jahre fand sie einen anderen Weg, Mutter zu sein: für ihre Nichten und Neffen, ihre Patentochter Miley Cyrus und jedes Kind, das die von ihr gegründete Kinderbibliothek besuchte, in der Bücher verschenkt wurden.

„Ich vermisse es nicht. Mir ist klar geworden, dass ich die Mutter von allen bin“, sagte sie einmal, und diese Formulierung fasst besser als jede Biografie zusammen, wer sie wirklich war.

Heute, nach ihrem Tod im Alter von 80 Jahren in Nashville, kursieren diese Worte erneut als die ehrlichste Zusammenfassung einer Frau, die eine Leere in ein Vermächtnis bedingungsloser Liebe verwandelte.
