Lateinamerika will, dass Argentinien verliert, und dafür gibt es einen Grund

Por Jorge Pino
15 July, 2026

Lateinamerika hat bei jeder Weltmeisterschaft ein Ritual: den Bruder unterstützen. Dieses Mal mögen sie den Bruder nicht.

Argentinienfeindlichkeit explodierte in den sozialen Medien gegen das einzige lateinamerikanische Team, das die Weltmeisterschaft 2026 überstanden hat. Und die Gründe schmerzen, weil sie real sind.

Viele in der Region beklagen seit Jahren, dass Argentinier glauben, sie seien dem Rest Lateinamerikas überlegen. Das Stereotyp der „eingebildeten Person“ wurde zu einem Markenzeichen. Stolz auf Fußball, Tango oder Mate wird in vielen Kreisen als Arroganz gelesen.

Was einst Bewunderung hervorrief, führte schließlich zu Ablehnung. In den sozialen Medien ist Argentinien nicht mehr nur ein Team: Es ist der perfekte Antagonist der Weltmeisterschaft.

Ein mexikanischer Ladenbesitzer sagte es unverblümt: „Wie kann man ein Team unterstützen, das einen arroganten Diskurs hat und dem auch die FIFA hilft?“

Das ist das Problem. Nicht das Trikot. Sondern das, was damit gemacht wurde.

Fußball erzeugt keinen Hass. Er spiegelt ihn wider.

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