Ignoranz und mangelndes Mitgefühl in den sozialen Medien haben erneut eine unverzeihliche Grenze überschritten. Was eine Welle von Glückwünschen und guten Wünschen für ein kleines Mädchen sein sollte, das seinen 12. Geburtstag feierte, verwandelte sich in eine bedauerliche Szene von Cybermobbing, Spott und gnadenlosen Kommentaren.
Hunderte von Nutzern, die sich hinter einem Bildschirm versteckten, begannen, das Aussehen des Geburtstagskindes anzugreifen, hielten sie absichtlich für einen Jungen und kritisierten ihre Weiblichkeit. Was diese „Trolle“ sich nicht die Mühe machten zu hinterfragen, war die schmerzhafte und heroische Realität hinter diesem Bild.
Ihre kurzen Haare waren nicht deshalb so, weil sie ein Junge war, sondern vielmehr ein Zeugnis des härtesten Kampfes, dem sich ein Kind stellen kann: Krebs.
Das kleine Mädchen hatte gerade Monate aggressiver Chemotherapiesitzungen und medizinischer Behandlungen hinter sich, die ihren Körper schwächten, aber nicht ihren Geist. Deshalb war diese Geburtstagsfeier keine gewöhnliche Feier; sie war die Feier eines Wunders, der endgültige Sieg einer wahren Kämpferin, die es geschafft hatte, die Krankheit zu besiegen und eine zweite Chance auf das Leben zu ergreifen.
„Während das Internet damit beschäftigt war, sie zu verurteilen und wegen ihres Aussehens Gift und Galle zu spucken, lächelte sie nur, weil sie weiß, was es wirklich kostet, am Leben zu sein“, schrieb ein empörter Nutzer, als die wahre Geschichte bekannt wurde.
Die Sorglosigkeit, mit der viele Menschen andere im Internet beleidigen, kann am Ende Menschen verletzen, die unsichtbare und äußerst schmerzhafte Kämpfe mit sich tragen.
