Sie lernten sich zwischen Gewichten und Trainingsroutinen kennen.
Mit der Zeit wurde aus dieser Routine Freundschaft, und aus der Freundschaft wurde etwas, zu dem nur wenige Menschen bereit sind: Einer von ihnen brauchte eine Niere, und der andere ließ sich ohne großes Nachdenken untersuchen, um Lebendspender zu werden. Die National Kidney Foundation teilte ihre Geschichte, weil sie glaubt, dass sie jemand anderen dazu bewegen könnte, sich testen zu lassen und eine Lebendspende zu Lebzeiten in Betracht zu ziehen.

Es gab weder eine Blutsverwandtschaft noch eine familiäre Bindung, nur die Gewissheit, dass dieser Freund das Risiko wert war. Heute trainieren die beiden noch immer zusammen, mit einer Narbe zwischen ihnen und einer Freundschaft, die auf eine Weise besiegelt ist, die kaum jemand selbst erlebt hat. Würdest du das für jemanden tun, den du im Fitnessstudio kennengelernt hast?
Jey und JJ lernten sich 2017 beim Training in einem Fitnessstudio in Charlotte, North Carolina, kennen. Keiner von beiden ahnte, dass ihre Gewichtheberroutine schließlich zu einer Frage von Leben und Tod werden würde.
Jey litt seit 2015 unter Bluthochdruck, einem stillen Problem, das seine Nieren Jahr für Jahr zerstörte. 2021 führte COVID-19 dazu, dass er eine Sepsis entwickelte, und seine Nieren versagten vollständig. Er brauchte noch vor Jahresende eine Dialyse oder eine Transplantation. Er hat JJ nie um Hilfe gebeten. Das musste er auch nicht: JJ war der erste und einzige Mensch, der anbot, als Spender zu fungieren, und erwies sich als kompatibel.


Am 7. Dezember 2021 erhielt Jey eine Nierentransplantation. Vor der Operation, während Jey in den frühen Morgenstunden ganze Wochen lang an die Dialyse angeschlossen war, saß JJ jeweils vier Stunden neben ihm, mit Kaffee und Snacks, und weigerte sich, ihn allein zu lassen. Heute sind die beiden die Trauzeugen des jeweils anderen, und zwischen den errechneten Geburtsterminen ihrer Ehefrauen liegen nur drei Wochen.
Würdest du das für deinen besten Freund tun?
