In der Nacht zuvor hatte Gary Ashbrook mit Freunden den Eurovision Song Contest gesehen. Am nächsten Morgen fand ihn sein Mitbewohner Michael Young nackt auf seinem Bett in Newhaven, East Sussex, England. Er hatte ein aufgeblasenes Kondom über dem Kopf. Um ihn herum lagen drei leere Kanister mit Distickstoffmonoxid — im Volksmund als Lachgas bekannt.

Ashbrook war 31 Jahre alt. Laut Youngs Aussage bei der Untersuchung, die im November 2007 vor dem Eastbourne Magistrates Court stattfand, hatte er zwischen zwei und drei Monaten lang immer wieder dieselbe Praktik wiederholt: Er füllte das Kondom mit Gas, zog es sich über das Gesicht und inhalierte es, um die sexuelle Lust zu steigern. Die Technik, die er über Kontakte in der sadomasochistischen Online-Szene kennengelernt hatte, hing von einem Maß an Kontrolle ab, das in jener Nacht aus irgendeinem Grund nicht vorhanden war. Die Autopsie bestätigte die Todesursache: Erstickung. Der Fall wurde als tragischer Unfall eingestuft. 😶

Seitdem ist Gary Ashbrooks Name im Internet mehrfach wieder aufgetaucht, immer als Warnung vor sexuellen Praktiken mit hohem Risiko. Ein Mann, der glaubte, die Grenzen dessen, was er tat, genau zu kennen. Bis er es nicht mehr tat.

