Marta Bustos Góngora war 24 Jahre alt.

Es war der 11. Juni 2020, und sie befand sich in den Vereinigten Staaten, weit entfernt von Terrassa, ihrer Heimatstadt, und tat etwas so Einfaches wie zu Hause handgemachte Seife herzustellen. Eine Chemikalie reagierte heftig, etwas in ihren Augen wurde beschädigt, und innerhalb von Sekunden wurde die Welt schwarz. Es gab keine Warnung und keine Zeit zu reagieren: von einer alltäglichen Bewegung zur völligen Dunkelheit.

Mehr als ein Jahr lang lebte sie, ohne irgendetwas zu sehen. Die Ärzte versuchten es, warteten und versuchten es erneut, bis eine Operation schließlich das Sehvermögen ihres rechten Auges wiederherstellen konnte. Ihr linkes Auge blieb für immer im Dunkeln. Marta schrieb alles in ihrem Buch „Als ich meine braunen Augen verlor“ nieder, in dem sie jede Phase dieses Prozesses mit einer Ehrlichkeit schildert, die zugleich erschütternd und bewegend ist.

Heute hält sie Vorträge über das, was sie erlebt hat. Sie sagt, sie habe gelernt, weniger zu urteilen, denn man weiß nie, welcher Unfall das Leben der Person vor einem verändert hat.

