Als Kind hütete Alireza Beiranvand barfuß Schafe auf den nomadischen Feldern von Luristán im Süden Irans. Sein Vater, überzeugt davon, dass Fußball Zeitverschwendung sei, versteckte seine Handschuhe und zerriss sie sogar mit den eigenen Händen. Aber er konnte nicht zerstören, was bereits in ihm war. 🧤

Mit 15 kratzte Beiranvand geliehenes Geld zusammen, kaufte ein Busticket und kam allein in Teherán an. Keine Familie, kein Dach über dem Kopf, kein Plan B. Wochenlang schlief er unter dem Tor im Azadi zusammen mit anderen Migranten. Tagsüber kehrte er Straßen, nähte Kleidung in einer Werkstatt und wusch Autos — genau in der Autowaschanlage, in der er eines Tages Ali Daei, die Legende des iranischen Fußballs, vorbeifahren sah. An diesem Tag wusste er, dass auch er es schaffen konnte. ⚽

Am 21. Juni 2026 sah die Welt im SoFi Stadium in Los Angeles denselben Jungen — inzwischen 33 Jahre alt — in der 5. Minute einen Zusammenprall mit Lukaku überstehen, wieder aufstehen und 7 Paraden zeigen, um Irans 0:0 gegen Belgien zu bewahren. Derselbe Torhüter, der bei Russland 2018 einen Elfmeter von Cristiano Ronaldo hielt. Derselbe, der den Guinness-Rekord für den weitesten Abwurf im Fußball hält: 61 Meter. 🌍🔥
