Hayden Panettiere war zehn Jahre alt, als sie Dot, der Ameise, in Das große Krabbeln ihre Stimme lieh. Die Welt kannte ihren Namen noch nicht, aber sie hörte bereits ihre Stimme.
Dann kam Sheryl Yoast, das Mädchen, das Denzel Washington in Gegen jede Regel von den Rängen aus anfeuerte.

Und später Claire Bennet, die Cheerleaderin aus Heroes, die nicht sterben konnte. Ihr Satz „Rettet die Cheerleaderin, rettet die Welt“ prägte sich einer ganzen Generation ein, die wie sie vor dem Bildschirm aufwuchs.

Mit dreiundzwanzig war sie bereits Juliette Barnes, ein so komplexer Country-Star, dass sie ihr in Nashville zwei Golden-Globe-Nominierungen einbrachte.

Dann war sie Kirby Reed, die Filmkennerin, die den Terror von Scream zweimal überlebte, 2011 und erneut 2023.

Sie wuchs vor Millionen von Menschen auf, ohne jemals aufzuhören zu arbeiten. Doch hinter Claire, Juliette und Kirby stand eine Frau, die im Mai dieses Jahres Memoiren veröffentlichte, in denen sie über postpartale Depressionen und jahrelangen verschwiegenen Schmerz sprach.

Am Sonntag, dem 16. August, wurde sie in Greenville, South Carolina, tot aufgefunden. Sie war 36 Jahre alt. Ihr Bruder Jansen, ebenfalls Schauspieler, war drei Jahre zuvor gestorben. Ihr Vater verabschiedete sich von ihr mit einem einfachen Satz: Sie war eine Naturgewalt.

Die Cheerleaderin, die auf dem Bildschirm nicht sterben konnte, konnte sich diesmal nicht selbst retten. Ruhe in Frieden, Hayden Panettiere.

