Alles ereignete sich auf einer belebten Straße in Dhaka, Bangladesch, wo die Influencerin und das Model Monika Kabir Werbeinhalte aufzeichnete. Ihrer Darstellung zufolge näherte sich ihr ein älterer Mann, streifte sie mit seiner Tasche und machte eine Bemerkung, die sie als beleidigend empfand. Was er vermutlich nicht erwartet hatte, war, dass Monika ihn nicht einfach weitergehen lassen würde, als wäre nichts geschehen.
Das Model ging ihm nach und begann, wiederholt mit ihrer eigenen Tasche auf ihn einzuschlagen, während Dutzende Passanten zusahen. Dann kam vielleicht der verwirrendste Teil des Videos: Monika kehrte zu ihrem Platz zurück, richtete ihr Kleid und posierte mit einem Lächeln wieder vor der Kamera, als wären die vorangegangenen Sekunden nie geschehen.
Gerade diese Leichtigkeit, mit der sie vor das Objektiv zurückkehrte, löste die Kontroverse aus. Tausende Nutzer fragten sich, ob es sich tatsächlich um eine spontane Reaktion handelte, und beschuldigten die Influencerin, die Auseinandersetzung zu übertreiben – oder sie sogar zu inszenieren –, um Inhalte zu generieren.
„Ich habe dich nicht einmal berührt“, „Du kannst keinen alten Mann schlagen“, „Er hat sich um seine eigenen Angelegenheiten gekümmert, du misshandelst ihn buchstäblich, um Aufrufe zu bekommen“. Das waren einige der Kommentare, die sie erhielt. Andere ergriffen jedoch ihre Partei und betonten, dass sie wie jeder andere das Recht habe zu reagieren, wenn jemand in ihre Privatsphäre eindringt oder sie belästigt.

Kabir beharrt darauf, dass die Bilder nicht die ganze Geschichte erzählen: Sie behauptet, dass der Mann unangemessene Bemerkungen gemacht habe, die wegen der Musik im Video nicht zu hören seien. Sie hat ihre Reaktion außerdem öffentlich verteidigt und erklärt, dass solche Situationen für Frauen in Bangladesch häufig vorkämen und dass sie sich weiterhin verteidigen werde, wenn es nötig sei.
