Ross Hemminger kündigte es in einem Meinungsbeitrag an, nahezu ohne vorherige Ankündigung.
Log Cabin Republicans, die größte Gruppe schwuler Konservativer in den Vereinigten Staaten, beschloss, die Rechte trans Menschen nicht länger zu verteidigen. Vor elf Jahren, im Jahr 2015, war dieses Anliegen offiziell in ihre Mission aufgenommen worden. Heute erwähnt die eigene Website es nicht mehr: Sie beschreibt sich lediglich als eine Organisation für konservative „LGB“-Menschen. Hemminger begründete die Änderung mit seiner Ablehnung geschlechtsangleichender Versorgung für Minderjährige und der Teilnahme trans Frauen am Frauensport.

Die Nachricht führte schon bald zu einer Spaltung der Bewegung von innen heraus. Sarah Hunt, die im Vorstand des Log Cabin Institute tätig war, kritisierte die Entscheidung öffentlich. Human Rights Campaign und National Stonewall Democrats bezeichneten sie ebenfalls als einen Rückschritt. Während die Gruppe sich darauf vorbereitet, im kommenden Jahr ihr 50-jähriges Bestehen zu feiern, fragen sich viele, wen sie wirklich vertritt, wenn dieser Tag gekommen ist.
