Es gibt Orte auf der Welt, an die man einfach nicht gelangen kann. Nicht aus Mangel an Geld oder einem Visum, sondern weil der Zugang gesetzlich verboten ist, wegen realer Gefahr oder aus Gründen, die Regierungen lieber nicht vollständig offenlegen.

Die Insel Queimada Grande in Brasilien weist die höchste Konzentration giftiger Vipern pro Quadratmeter auf dem Planeten auf. Das Grab von Chinas erstem Kaiser ist seit mehr als zweitausend Jahren versiegelt: Aktuelle Messungen weisen im Inneren so hohe Quecksilberwerte nach, dass eine Öffnung tödlich sein könnte. In der norwegischen Arktis lagert der Svalbard Global Seed Vault Sicherungskopien von Samen aller Nutzpflanzen der Welt als Absicherung gegen eine globale Katastrophe, und nur autorisierte Hinterleger dürfen in die Nähe.

Zu dieser Liste gehören auch Area 51 in Nevada, Fort Knox in Kentucky, die Höhlen von Lascaux in Frankreich – seit 1963 geschlossen, um 17.000 Jahre alte paläolithische Malereien zu bewahren –, das Vatikanische Apostolische Archiv, North Sentinel Island in Indien und der Tresor, in dem Coca-Cola seine geheime Formel aufbewahrt. Neun verschlossene Türen. Neun verschiedene Gründe, sie verschlossen zu halten.
