Schwarze Löcher könnten laut einer Studie der New York University eine „Kinderstube“ sein und eine große Zahl von Planeten beherbergen

Por Aracely Molina
11 June, 2026

Jahrzehntelang spielten supermassereiche Schwarze Löcher die Rolle der Schurken des Kosmos: Gravitationsmonster, die Gas, Staub und alles verschlingen, was ihnen zu nahe kommt. Eine neue Studie unter der Leitung von Barry McKernan, einem Astrophysiker an der City University of New York, schlägt genau das Gegenteil vor.

Dem im arXiv-Repository veröffentlichten Modell zufolge fungieren die Staubtori, die aktive galaktische Kerne umgeben — die äußeren Regionen, in denen die Temperaturen erheblich sinken — als planetare Kinderstuben. In diesen Zonen würden sich massereiche Planeten bilden, darunter Welten von der Größe Jupiters oder größer. Die radikalste Schlussfolgerung der Studie: Diese Umgebungen würden die größte Population von Planeten im gesamten bekannten Universum beherbergen.

Bislang hatte niemand die Umgebung eines aktiven Schwarzen Lochs als Kandidaten für die Entstehung von Welten in Betracht gezogen. Die Studie hat noch kein Peer-Review durchlaufen, daher sind ihre Schlussfolgerungen Hypothesen, die auf Modellen beruhen, nicht bestätigte Beobachtungen. Doch wenn das Modell der wissenschaftlichen Prüfung standhält, würde sich das Objekt, das wir uns immer als das Ende von allem vorgestellt haben, tatsächlich als einer der größten Erschaffer von Welten im Kosmos erweisen.

Puede interesarte