Vier Hunde. Ein Anwesen in Alcobendas, Madrid. Und eine Unachtsamkeit, die in einer Tragödie endete. So fasst die Gerichtsakte zusammen, was im Januar 2023 geschah, als die Tiere von Ferland Mendy, einem Verteidiger von Real Madrid, vom Grundstück des Fußballers entkamen.

Einer dieser Hunde griff zwei andere Tiere an und biss dann einem 17-jährigen Jungen ins linke Bein. Der Jugendliche wurde verletzt, und seitdem liegt sein Fall in den Händen der Justiz. Die Staatsanwaltschaft wirft Mendy eine geringfügige Körperverletzung vor und fordert lediglich eine Geldstrafe von etwa $1,200. Die Familie des Minderjährigen, vertreten von der Kanzlei 99 Abogados, ist nicht zufrieden: Sie fordert sechs Monate Haft wegen grober Fahrlässigkeit.

Das Gericht hat bereits angeordnet, dass der Fall vor Gericht verhandelt wird, und eine Kaution von rund $8,000 zur Deckung der Entschädigung festgesetzt. Ein gebissener Jugendlicher, ein millionenschwerer Fußballer und eine Frage, die in der Luft bleibt: Reicht eine Geldstrafe aus, wenn jemand lebenslang Narben trägt?
