Shelby Hewitt war 32 Jahre alt, als sie in den Klassenzimmern von Boston als ganz normale Teenagerin auftauchte.

Sie arbeitete als Sozialarbeiterin für das Massachusetts Department of Children and Families, schrieb sich aber zwischen 2021 und 2023 an drei Bostoner Highschools ein. Laut Staatsanwaltschaft benutzte sie die Identität einer Minderjährigen, die sich in staatlicher Obhut befand. Aus Gerichtsunterlagen geht hervor, dass sie sich als eine Schülerin ausgab, die erst 13 Jahre alt war. Außerdem kaufte sie eine gefälschte E-Mail-Domain und erfand zwei nicht existierende DCF-Mitarbeitende samt eigener E-Mail-Adressen und Telefonnummern.

Sie wurde im Juni 2023 festgenommen. Nachdem sie ein erstes Schuldeingeständnis-Angebot abgelehnt hatte, sollte der Fall vor Gericht verhandelt werden; am Dienstag bekannte sie sich jedoch in drei Fällen der Urkundenfälschung, einem Fall des Identitätsbetrugs und einem Fall der Falschaussage gegenüber einem Arbeitgeber schuldig. Ein Richter genehmigte die Vereinbarung: vier Jahre unter Aufsicht, 9.000 Dollar Schadenersatz, eine Behandlung ihrer psychischen Gesundheit sowie ein Verbot, sich öffentlichen Schulen in Boston zu nähern oder als Sozialarbeiterin zu arbeiten. Ihr Anwalt hatte auf eine Persönlichkeitsstörung und ein erhebliches emotionales Trauma verwiesen.

