Was wie eines der elegantesten und bequemsten Kleidungsstücke der Saison schien, entwickelte sich zu einem unerwarteten viralen Phänomen. Auf TikTok erzielten Hunderte Videos Millionen von Aufrufen, die Frauen zeigen, wie sie stolpern, zu Boden fallen oder Unfälle haben, während sie dasselbe Hosenmodell von Zara tragen. In den sozialen Medien bekamen sie schnell einen Spitznamen: die „Killerhosen“.

Laut den Nutzerinnen selbst liegt das Problem im Design. Der Saum ist sehr lang, die Hosenbeine sind extrem weit und der Stoff ist so fließend, dass er sich beim Gehen unter einem Schuh verfangen oder mit dem anderen Bein verheddern kann. Das Ergebnis sei, so viele, dass sie mit dem Gesicht voran auf der Straße, auf Treppen oder sogar auf Rolltreppen landen.
Einige Frauen teilten Fotos von blutigen Knien, geprellten Armen und sagten sogar, sie hätten sich bei den Stürzen Frakturen zugezogen. Die Videos häuften sich unter Hashtags wie #DeadlyZaraPants und #ZaraDeathPants, wodurch das Kleidungsstück zu einem der meistdiskutierten Themen der vergangenen Wochen wurde.
Trotz der Kontroverse geben viele zu, dass sie die Hosen weiterhin tragen, weil ihnen ihr Aussehen gefällt. Die Lösung, die mehrere fanden, bestand darin, sie zu säumen oder den Saum zu kürzen, um weitere Unfälle zu vermeiden.
Bislang hat Zara das Produkt weder zurückgezogen noch eine Stellungnahme zu der Kontroverse abgegeben. Es gibt auch keine offizielle Warnung zu dem Kleidungsstück. Die Zahl der Erfahrungsberichte war jedoch ausreichend, damit Medien in verschiedenen Ländern die Geschichte aufgriffen und eine Debatte darüber auslösten, ob ein Design ebenso attraktiv wie unpraktisch sein kann.
Denn manchmal besteht das größte Risiko der Mode nicht darin, die Regeln zu brechen … sondern über sie zu stolpern.
