80 Kilometer östlich von Mexiko-Stadt gibt es einen Berg, der wie eine liegende Frau aussieht, die in den Himmel blickt. Das ist kein Zufall und keine optische Täuschung: Iztaccíhuatl besteht aus fünf Zwillingsvulkanen, die zusammen mit Schnee und Fels die perfekte Silhouette eines menschlichen Körpers zeichnen. Seine Gipfel werden Kopf, Brust, Knie und Füße genannt. Sein Name auf Nahuatl sagt alles: iztac bedeutet weiß, cihuatl bedeutet Frau. 🤍
Hinter dieser Form steckt eine Legende, die vorspanische Völker erzählten, um alles zu erklären. Eine Prinzessin namens Iztaccíhuatl verliebte sich in einen Krieger, Popocatépetl. Er zog mit dem Versprechen in den Krieg, zurückzukehren. Ein eifersüchtiger Rivale verbreitete das Gerücht, er sei in der Schlacht gefallen. Sie konnte es nicht ertragen. Als Popoca siegreich zurückkehrte und sie leblos vorfand, verwandelten die Götter sie in Vulkane, damit sie für immer zusammen sein konnten: sie schlafend und reglos, er an ihrer Seite, wach und brennend, über sie wachend. Man sagt, dass jeder Ausbruch des Popocatépetl bedeutet, dass er sich an sie erinnert. 🌋
Was du vielleicht nicht wusstest: Dieser Berg war schon lange heilig, bevor die Spanier ankamen. Auf seinem Gipfel wurden Gefäße, Obsidian und Musikinstrumente gefunden, die in Ritualen für Tláloc, den Regengott, verwendet wurden. Und sein letzter Ausbruch war am 20. Juli 1868 um zehn Uhr morgens. Seitdem ist die schlafende Frau nicht erwacht.
Schau es dir genau an, und du wirst merken…

