„Sie oder ich“: Die 74-jährige Frau, die beschuldigt wird, zwei Eindringlinge getötet zu haben, bricht ihr Schweigen

Por Pablo Román
12 August, 2026

Doña Carlota, die 74-jährige Mexikanerin, deren Fall 2025 viral ging, äußerte sich erneut, nachdem sie aus dem Gefängnis entlassen wurde und ihr Verfahren unter Hausarrest fortsetzt.

Der Frau wird der Tod zweier Männer während einer Auseinandersetzung in einem Haus in Chalco, Bundesstaat Mexiko, vorgeworfen, das laut ihrer Familie illegal besetzt worden war. Die Verteidigung hält daran fest, dass sie und ihre Kinder in Notwehr gehandelt haben.

Nachdem sie fast ein Jahr in Haft verbracht hatte, änderte ein Richter ihre Vorsichtsmaßnahme hauptsächlich aufgrund ihres Alters und Gesundheitszustands, sodass sie das Verfahren von zu Hause aus fortsetzen kann. Die Entscheidung bedeutet nicht, dass sie für unschuldig erklärt wurde.

Beim Verlassen sagte Carlota, sie sei glücklich, nach Hause zurückzukehren, und äußerte sich unverblümt zu dem, was passiert war:

„Ich sehe es als Notwehr“.

Tage später, als sie zu dem Moment befragt wurde, der mit zwei Toten endete, fasste sie ihre Haltung in einem Satz zusammen, der die Debatte erneut entfachte:

„Sie oder ich“.

Während ihre Verteidigung Beweise vorbereitet, um Notwehr nachzuweisen, müssen sich ihre Kinder weiterhin in Untersuchungshaft ihren eigenen Verfahren stellen.

Der Fall spaltet weiterhin die Meinungen: Für einige steht Doña Carlota für eine Frau, die ihr Zuhause verteidigte, als die Behörden nicht reagierten; für andere rechtfertigt nichts eine Reaktion, die mit dem Verlust von Menschenleben endete.

Und nun wird das mexikanische Justizsystem entscheiden müssen, wo Notwehr endet und Selbstjustiz beginnt.

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